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Wildberger: „Wir müssen uns zusammenraufen"

Digitalminister über die Arbeit in Zeiten Künstlicher Intelligenz

24. März 2026

Deutschlands Digitalminister rechnet mit dramatischen Jobverlusten durch den Vormarsch der Künstlichen Intelligenz. In einem Interview skizziert Karsten Wildberger, welche Antworten er für notwendig hält — und welche nicht.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung vor weitreichenden Folgen des KI-Vormarschs für den deutschen Arbeitsmarkt gewarnt. Gleichzeitig hat der CDU-Politiker konkrete Ansätze benannt, wie Politik und Gesellschaft auf diesen Wandel reagieren könnten.

Ablehnung ist keine Option

Eine Verweigerungshaltung gegenüber der Künstlichen Intelligenz kommt für Wildberger nicht infrage. „Die schlimmste aller Antworten wäre es, zu sagen: Wir lehnen KI ab. Aufhalten können wir das nämlich nicht. Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren", sagte er der Zeitung. Durch KI entstünden zugleich neue Arbeitsplätze, diese Chancen gelte es zu nutzen.

In der konsequenten Anwendung von KI-Technologie sieht Wildberger eine wirtschaftliche Voraussetzung für die Bewältigung des Wandels. „Wenn wir in Deutschland die KI-Technologie führend anwenden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu deutlich überproportionalem Wachstum führt, sehr hoch", sagte der Minister. Dieses Wachstum sei notwendig, um den Umbau des Arbeitsmarkts zu finanzieren: „Denn wir brauchen deutlich höhere Steuereinnahmen, damit wir mit dem Geld den Jobmarkt umbauen können."

Gesellschaftlicher Schulterschluss gefordert

Den Wandel begreift Wildberger als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sein Appell richtet sich an Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Zivilgesellschaft gleichermaßen: „Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten." Menschen, die durch KI ihre Arbeit verlieren, bräuchten eine andere sinnvolle Betätigung.

Als einen denkbaren Ansatz zur Abfederung der Arbeitsmarktveränderungen nennt Wildberger das bedingungslose Grundeinkommen. Entscheidend sei dabei nicht allein die materielle Absicherung, so der Minister: „Wir Menschen brauchen eine sinnstiftende Tätigkeit. Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden."

red

 

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